Betritt man den Losheimer Kirchberg und steht vor dem mächtigen Gotteshaus, so stößt der Blick unweigerlich auf das "sprechende Portal". Dieses gibt Zeugnis vom langen religiösen Leben an diesem Ort. Der Losheimer Kirchberg diente nämlich bereits um 100 n. Chr. als Kult- und Begräbnisstätte. Ab dem 7. Jahrhundert diente es den Christen als Ort für ihr Gotteshaus. Diese haben auf diesem Hügel eine wechselvolle Geschichte erlebt, ehe die heutige Kirche hier ihren Platz einnahm, wovon das Portal ein Zeugnis gibt.
1945 lag die Kirche von 1782 in Schutt und Asche. Ehe man sich an den Wiederaufbau machte, nutzte der damalige Pfarrer und Heimatforscher Nikolaus Gross die Gelegenheit, Ausgrabungen unter der Kirche zu unternehmen. Somit konnte die reichhaltige Geschichte noch besser bezeugt werden.
Heute erscheint die Losheimer Kirche als neoromanische Basilika. Die Arbeiten zur Wiedererrichtung der Kirche konnten bereits 1949 abgeschlossen werden. Mit ihren 55 Metern Länge, ihren 19 Metern Breite und 15 Metern Höhe, trägt die Losheimer Kirche zu Recht den Titel Hochwalddom. Abgeschlossen wurde der "Neubau" mit den Fenstern von Jakob Schwarzkopf. Die Fenster stellen vornehmlich Trierer Bistumsheilige dar.
Das heutige Erscheinungsbild der Kirche geht auf die Neukonzeption des Kirchenraums unter Pfr. Josef Basler in den 1970er Jahren zurück. 1985 jedoch war das Jahr, in dem die Kirche ihre heutige Ausstattung des Altarraumes erhielt, für den das Kreuz mit Tabernakel prägend ist. Neben Jesu Opfer am Kreuz, welches sich in jeder Messe neu vollzieht, greift es die Thematik des Lebensbaumes auf, da Jesu Opfer uns Leben schenkt. Prägnant bringt es die Präfation vom Fest der Kreuzerhöhung auf den Punkt: "Vom Baum des Paradieses kam der Tod. Vom Baum des Kreuzes erstand das Leben."
Einzig die Tabernakeltüren des Marienaltares und der Taufstein geben Zeugnis von der Ausstattung der Vorgängerbauten.

