Nachlese: :Ort des zuhörens

Der diesjährige Sommer mit seinen extremen Temperaturen hat sowohl die Zuhörerinnen und Zuhörer als auch die Gäste am See manchmal sehr herausgefordert. Herausfordernd waren auch viele Gespräche. Sie verlangten stets Feingefühl, Empathie und Offenheit dem gegenüber, der auf dem angebotenen Stuhl am Bauwagen Platz genommen hatte.
Bis zum 10. August waren es 75 Gespräche, die über das alltägliche Plaudern hinausgingen.
Die Bandbreite der Themen, die die Besucherinnen und Besucher ins Gespräch gebracht haben, waren Dankbarkeit, Freude, Glaube und positive Erfahrung mit Kirche durch unser Angebot, bis hin zu Angst in die Zukunft, Beziehungsproblemen, Ausgrenzung, Mobbing im Beruf, Enttäuschungen, Verlustängste, Alleingelassen werden als Familie, Aufopfern für Angehörige und sich selbst dabei Vergessen, Gefühl von Fremdbestimmung, Antrieblosigkeit im Alter, schmerzhafte Kindheitserfahrungen, Krankheit und Trauer.
Und immer wieder war in den Gesprächen die Rede von dem Gefühl sich allein und einsam zu fühlen, vor allem im Alter, wenn die Kinder aus dem Haus sind oder der Partner, die Partnerin verstorben ist, aber auch wenn Krankheit den Alltag einengt.
Dankbar waren die Besucherinnen und Besucher, wenn wir von unseren Angeboten in den Pfarreien erzählten, wie z.B. die Spirituellen Wanderungen, Spielnachmittage, Begegnungskaffees, oder mit Informationsflyer von unterschiedlichen Hilfsangeboten ihnen weiterhelfen durften.
Viele Zurufe von Spaziergängern und Badegästen: „Gut, dass es euch gibt! „Danke, dass ihr da seid“ „Tolle Sache!“ wurde uns als Zuhörerin und Zuhörer geschenkt und oft noch verstärkt mit „dem Daumen hoch“.
Darüber freuen wir uns immer wieder. Für das Vertrauen und die Offenheit der Gäste sind wir als Team sehr dankbar und es motiviert uns, im nächsten Sommer wieder unseren Dienst am Losheimer See anzubieten.
Zum Abschluss unserer 11. Saison luden wir am Montag 31.8. um 18.00 Uhr zum Abendlob am Bauwagen ein.
Allen, die in diesem Jahr tatkräftig bei der Planung, Vorbereitung, und Durchführung halfen und allen Zuhörerinnen und Zuhörer sei an dieser Stelle ein herzliches Vergelt’s Gott gesagt.
Ohne die vielen Ehrenamtlichen würde dieser wertvolle Dienst mit und für die Menschen vor Ort nicht möglich sein.
Barbara Jung, Gemeindereferentin
